Posts

Zum neuen Jahr

Bild
Frohes Neues! Knapp zwei Tage. So viel Zeit haben wir noch um alles, was wir 2017 erledigen wollten fertigzustellen. Viel vorgenommen habe ich mir nicht für dieses Jahr. Ich hasse Neujahrsvorsätze und kenne keinen, der seine Vorsätze mehr als zwei Woche durchgehalten hat. Davon abgesehen finde ich, dass man an jedem einzelnen Tag im Jahr damit anfangen kann, etwas zu ändern. Was hindert mich am 6. Juli daran, meine Ernährung umzustellen? Warum sollte ich nicht am 23. September ein neues Projekt anfangen?   Für 2018 habe ich mir trotzdem ein bisschen was vorgenommen. Keine klassischen Vorsätze. Ich wüsste ohnehin nicht, was ich mir da noch vornehmen sollte. Ich rauche nicht, trinke quasi nichts, ernähre mich ohnehin gesund. Mehr Sport vielleicht, aber eigentlich bin ich auch da mit meinem Pensum zufrieden. Also habe ich beschlossen, anstelle von guten Vorsätzen einfach mal ein paar Pläne zu schmieden. Was ist mir grundsätzlich so wichtig, dass ich mir im nächsten Jahr dafü...

Was war, was kommt, was bleibt

Bild
Ein Jahr in Liedern Als Blogger macht man so was. Einen Jahresrückblick schreiben. Vor genau einem Jahr habe ich das getan ( Gedanken zum Jahresende ) und genau diesen Text habe ich mir eben einmal durchgelesen. Ich bin ein bisschen traurig geworden. Weil ich irgendwie das Gefühl hatte, diesen Text hätte ein völlig anderer Mensch geschrieben. Er klingt so hoffnungsvoll. So mit sich im Reinen, wie ich es heute längst nicht mehr bin. Ich wünschte, ich könnte manchmal so sein. Aber dieses Jahr hat mir meine Kräfte geraubt. Es hat mir die Hoffnung genommen und nur meinen Durchhaltewillen wachsen lassen. Deshalb habe ich auch keine Lust, einen Jahresrückblick zu schreiben. Und stattdessen beschlossen, dass ich es gerne kreativ hätte. Ein Jahr in Musik zusammengefasst. Wie ich es erst vor einigen Tagen mit einer Woche gemacht habe. Pro Kategorie nenne ich drei Lieder, die für mich dazu passen und das Jahr 2017 geprägt haben. Menschen des Jahres   Vor einem Jahr habe ich d...

Musikmomente

Bild
Eine Woche voller Musik Ich wollte es schon lange mal tun. Eine Woche lang jeden Tag das Musikstück notieren, das mich durch den Alltag trägt. Mir die Laune rettet, Wunder wirkt, mich tanzen lässt. Lieder, die dafür sorgen, dass ich auf einmal auf dem Heimweg ganz laut mitsinge, obwohl ich meine Singstimme eigentlich gar nicht leiden kann. Songs, die meine Stimmung so perfekt ausdrücken, wie ich es mit Worten niemals schaffen würde. Hier ist sie also. Die vergangene Woche (11. bis 17. Dezember) in Liedern zusammengefasst. Montag Ein anstrengender Tag. Von frühmorgens bis spätabends auf den Beinen. Mit Hilfe der To-do-Liste selbst für Haarewaschen und Zähneputzen eine Uhrzeit eingeplant, so knapp bemessen ist mein Zeitkontingent. Der Körper schreit nach Schlaf und bekommt ihn doch nicht. Am Abend möchte ich eigentlich am liebsten ins Bett fallen und nur noch schlafen. Doch irgendwie schaffe ich es, mich doch noch für ein bisschen Sport zu motivieren. "I believe in you...

Eine harte Woche

Bild
Stress Besinnlichkeit? Fast schon ein Fremdwort in der stressigsten Zeit des Jahres. Nein, besinnlich ist die Weihnachtszeit schon lange nicht mehr. Das neue Jahr beginnt bald, also erledigen wir vor Weihnachten noch schnellstmöglich alles, das im alten Jahr noch gemacht werden kann/soll/muss. Dazwischen: Weihnachtsgeschenke kaufen, Weihnachtsbaum aufstellen, pflichtbewusst die Kerzen am Adventskranz anzünden, Weihnachtslieder singen. Jahresbilanz ziehen. Klausuren in der Schule, Präsentationen und Seminare in der Uni. (Ich sehe sehr viele Schüler und Studenten an dieser Stelle heftig nicken.)   Auch für mich war die vergangene Woche unfassbar stressig. Nach einem langen Tag endlich zu Hause angekommen, wollte ich mich entspannen und die Füße hochlegen. Bis ich plötzlich aufschreckte, weil ich die To-do-Liste für den nächsten Tag noch nicht geschrieben hatte. Früher hätte ich gelacht. To-do-Liste. Wer braucht denn so was. Man kann sich doch die Dinge merken, die man mac...

Toleranz/Akzeptanz

Bild
Gehört werden Ich habe manchmal das Gefühl, niemand tickt so wie ich. (Okay, jetzt ist es raus.) Jeden Tag begegne ich Menschen, die mir das Gefühl geben, falsch zu sein. Die mich nicht verstehen wollen. Die mich seltsam finden. Die mich zurückstoßen, wenn ich mich öffne. Ich hörte einmal einen Menschen in meinem Umfeld über seine Lieblingsstadt sprechen. Barcelona. Von Spanien schwärmen, den rassigen Spaniern, Tapas, dem Meer. Ja, dachte ich, das ist jemand, der sich auch so fürs Reisen begeistern kann wie ich. Ich wollte einen Austausch herbeiführen, war Feuer und Flamme. Ich begann von "meinem" Schweden zu erzählen – und wurde zurückgewiesen. Spanien sei doch so viel schöner als Schweden. Für mich nicht, erklärte ich. Und da ging’s los. Wie man das kalte Schweden dem warmen, sonnigen Spanien vorziehen könnte. Wie man Schwedisch, das fast keiner spricht, gegenüber der Weltsprache Spanisch bevorzugen könnte. Warum ich Köttbullar lieber äße als Tapas. Ich wurde aufg...

Warum ticken Menschen so?

Die etwas andere Wohnungsbesichtigung Dieser Text heute war nicht geplant, eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben. Aber gestern Abend, als ich um kurz vor zehn endlich mit der Arbeit fertig war, habe ich mir versprochen, den gestrigen Tag in Worte zu fassen. Weil ich zu viel darüber nachgrübele und weil Aufschreiben meistens hilft. Bis zum frühen Abend war eigentlich alles okay. Zwar hatte ich morgens schon ein ungutes Gefühl im Bauch, das ich aber lange verdrängen konnte. 17 Uhr: Wohnungsbesichtigung. Meine erste. Ich bin pünktlich am verabredeten Treffpunkt und ein bisschen erstaunt, dass ungefähr 30 Menschen dastehen und warten. Der Makler kommt, scherzt noch, dass er nicht für alle eine Wohnung hätte, weil nur eine frei sei und führt uns ins oberste Stockwerk. Ich merke recht schnell, dass etwas nicht stimmt. Die Wohnung ist doch größer als 25 qm? Dass sie im Dachgeschoss liegt, hatte ich auch nicht so richtig auf dem Schirm. Da stimmt doch etwas nicht!...

Die große weite Welt

Bild
Fernweh Ich habe in letzter Zeit viel über mich selbst geschrieben. Über mein Innenleben, meine Zweifel, meine Probleme, über wahnsinnig Vieles, das ich jeden Tag mit mir herumschleppe. Ich hatte oft das Gefühl, mein Ziel aus den Augen verloren zu haben, war antriebslos. In den letzten Tagen allerdings, da hat sich etwas in mir geregt. Der aktive Teil von mir hat sich gewünscht, dass ich – salopp gesagt – endlich wieder den Hintern hochkriege. Etwas unternehme, mein Leben im Griff habe. Ich habe angefangen Listen zu schreiben und wisst Ihr was, es ist ein verdammt gutes Gefühl, Punkt um Punkt darauf abhaken zu können. Letztlich hat sich (endlich!) auch mein Reisefieber wieder gemeldet. Ich habe überlegt, wohin der nächste Urlaub gehen könnte. Wann ich hier mal wieder rauskann. In schlechten Momenten habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, einfach an einen besseren Ort flüchten zu können. Nein, Reisen kann nicht alles, heilt nicht jede Wunde. Ich habe irgendwann während mein...