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Die große weite Welt

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Fernweh Ich habe in letzter Zeit viel über mich selbst geschrieben. Über mein Innenleben, meine Zweifel, meine Probleme, über wahnsinnig Vieles, das ich jeden Tag mit mir herumschleppe. Ich hatte oft das Gefühl, mein Ziel aus den Augen verloren zu haben, war antriebslos. In den letzten Tagen allerdings, da hat sich etwas in mir geregt. Der aktive Teil von mir hat sich gewünscht, dass ich – salopp gesagt – endlich wieder den Hintern hochkriege. Etwas unternehme, mein Leben im Griff habe. Ich habe angefangen Listen zu schreiben und wisst Ihr was, es ist ein verdammt gutes Gefühl, Punkt um Punkt darauf abhaken zu können. Letztlich hat sich (endlich!) auch mein Reisefieber wieder gemeldet. Ich habe überlegt, wohin der nächste Urlaub gehen könnte. Wann ich hier mal wieder rauskann. In schlechten Momenten habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, einfach an einen besseren Ort flüchten zu können. Nein, Reisen kann nicht alles, heilt nicht jede Wunde. Ich habe irgendwann während mein...

Meine Liebe zu Menschen

Wenn Menschen glücklich machen Eines vorneweg: Die Überschrift enthält einen Fehler. Denn das Wort "glücklich" zu verwenden, ist eine Übertreibung. Ich mach es aber trotzdem. Weil ich ausdrücken möchte, wie wichtig andere Menschen in meinem Leben sind. Und wie sehr sie meine Stimmungen beeinflussen können. Wenn es mir wirklich schlecht geht, dann kann mir niemand helfen. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der mir dann etwas Gutes tun könnte. Jetzt drehe ich den Satz einfach mal um. Wenn mir niemand helfen kann, wenn es keinen Menschen gibt, der zu mir durchdringt – dann geht es mir wirklich schlecht. An besseren Tagen können liebe Menschen viel ausrichten. Ich habe vor einigen Tagen eine frühere Freundin unserer Familie kontaktiert. Als meine Eltern noch zusammen waren, kam sie oft vorbei, erst allein, dann mit ihrem Mann und Sohn. Für meine Schwester und mich war sie fast wie eine Tante. Ihre tollen, langen dunklen Haare haben wir frisiert und mit Spangen gesch...

Musikmomente

Because I am young (When we were young - Adele) Everybody loves the things you do From the way you talk To the way you move Everybody here is watching you Cause you feel like home You're like a dream come true But if by chance you're here alone Can I have a moment Before I go? Cause I've been by myself all night long Hoping you're someone I used to know You look like a movie You sound like a song My God, this reminds me Of when we were young Let me photograph you in this light In case it is the last time That we might be exactly like we were Before we realized We were sad of getting old It made us restless It was just like a movie It was just like a song I was so scared to face my fears Cause nobody told me that you'd be here And I swore you moved overseas That's what you said, when you left me You still look like a movie You still sound like a song My God, this reminds me Of when we were young … Normalerweise schr...

Therapietagebuch

Therapietagebuch – Ich wollte nie, dass es so weit kommt Gestern war ich, zwischen Reportagen, Interviews, Fotos und Abgabeterminen, wieder einmal bei meiner Therapeutin. Es war eine seltsame Stunde. Zum einen, weil es immer seltsam ist, wenn ich kurz nach einem sehr schlechten Tag (der war am Montag. Der ist IMMER am Montag!) bei ihr bin und davon berichten soll. Zum anderen habe ich mich wirklich sehr darum bemüht, mein Inneres so detailliert wie möglich zu schildern. Das führte dazu, dass sie im Laufe der Stunde mehrmals ein gehauchtes, nahezu geseufztes "Oh, Svenja" von sich gab. Mir war das unangenehm. Sie schien von dem schockiert zu sein, was sie hörte. Sie schien Mitleid zu haben. Ich will aber kein Mitleid. Und ich bekam aufgrund ihrer Reaktion sofort das Gefühl, übertrieben zu haben. Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand Mitleid mit mir hat. Ich will auch keines. Weil ich mir immer wieder denke, dass sich meine Mitmenschen das Mitleid für jemanden aufsparen s...

Mein schwieriges Verhältnis zu Weihnachten

Alle Jahre wieder Jetzt ist es also wieder so weit. Gestern war Totensonntag, damit wurde die Weihnachtszeit offiziell eingeläutet. Der Advent steht vor der Tür. Für viele Menschen sind die Wochen vor Weihnachten die stressigsten. Arbeit beziehungsweise Klausuren, die unbedingt noch im alten Jahr erledigt beziehungsweise geschrieben werden müssen, nebenher Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum aufstellen, Plätzchen backen – ja, ich kann gut nachvollziehen, dass das für viele Menschen Stress bedeutet. Für mich auch. Als ich noch zur Schule ging, standen im Dezember immer die Proben für das Weihnachtskonzert an. Den Lehrern fiel ein, dass wir noch vor den Ferien die Klausur schreiben mussten. Wirkliche Besinnlichkeit kam daher selten auf. Trotzdem, ich habe mich immer auf Weihnachten gefreut. Ich stand backend in der Küche, obwohl ich in der Familie die wenigsten Plätzchen esse. Ich habe unseren Adventskranz meist selbst gemacht. Ein wohliges Gefühl gehabt, wenn wir die erste, zweit...

Gedankensplitter

An guten Tagen… Gestern war ein guter Tag! (Ja, ich höre Euch erleichtert aufatmen. Endlich mal kein langatmiger Post mit allem, was nervt und stört, sondern ein paar positive Gedanken.) Und da ich Euch an meinen guten Tagen genauso teilhaben lassen will wie an den schlechten, kommt hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was meine Laune gestern aufgehellt hat. Egal in welcher (Gruppen-)Konstellation, ich habe mich nie außen vor gefühlt, sondern immer als Teil der Gruppe. Ich habe gestern mit sehr vielen verschiedenen Menschen gesprochen und alles gut gelaunt und freundlich über die Bühne gebracht. Es gab nicht einen Moment der Hilflosigkeit. Ich war im "geschäftlichen" Umgang souverän. Eine spannende (schriftliche) Unterhaltung mit jemandem, den ich lange nicht gesehen habe. Ich habe von mir aus einen Kontakt angeregt, der zuvor nur lose war. (Na gut, der Beschluss meiner Familie, mir zu Weihnachten eine Kamera zu schenken, damit ich nicht immer Geräte...

Gedankensplitter

Wenn Menschen nicht "miteinander können" Es gibt Menschen, die sind mir grundsätzlich nicht unsympathisch. Ich habe nichts gegen sie. Sie haben mir nichts getan und ich ihnen auch nicht. Und trotzdem – irgendwie "funkt" es nicht. Keine gemeinsame Basis. Vollkommen unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Völlig andere Interessen. Andere Wellenlänge, wie man so schön sagt. Früher habe ich mir über so etwas den Kopf zerbrochen. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Er/sie ist doch ein netter Mensch. Da muss doch ein vernünftiges Gespräch möglich sein. War es aber nicht. Zumindest nicht immer. Ich sage A und der Andere sagt B. Ich finde es okay, dass er bzw. sie B sagt und mein Gesprächspartner findet es okay, dass ich A sage. Nur kommen wir nicht auf den sprichwörtlichen grünen Zweig. Wir sind einfach verschieden und das ist gut so. Mittlerweile habe ich gelernt, dass es das Beste ist, Andere einfach leben zu lassen und selbst mein Ding zu machen. Es...