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Von Fehlern und Perfektionismus

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Von der Schwierigkeit, ich zu sein Seid Ihr perfektionistisch? Ist es Euer Anspruch, immer alles fehlerfrei und makellos zu machen? Strebt Ihr nach Vollkommenheit? Wenn ja – willkommen im Club. Wenn nicht – Ihr Glücklichen!! Meinen Perfektionismus empfinde ich selbst immer als unglaublich lästig. Ich lasse keine Fehler zu und hasse es, wenn sich doch welche einschleichen. Ich will zu viel und kann daran eigentlich nur scheitern. Erst letzten Montagabend geriet ich in eine Situation, in der mich das Fehler-Kopfkino wieder mal mit voller Wucht einholte. Eine Kommilitonin schrieb mir vor der gemeinsamen Präsentation am Dienstag noch um 22 Uhr eine WhatsApp, ob sie denn meine PowerPoint-Folien noch bearbeiten dürfe. Es sei zu viel Text drauf. Erster Gedanke, der mich den Rest des Abends nicht mehr losließ: Oh je. Alles falsch gemacht, jetzt hat sie meinetwegen unnötig Arbeit und das spät abends. Wenn ich etwas mehr hasse als Fehler zu machen, dann ist es Fehler zu machen, die n...

Musikmomente

"Deinetwegen" Da Musik in meinem Leben eine große Rolle spielt, werde ich in der Kategorie "Musikmomente" immer wieder Lieder präsentieren, die für mich persönlich etwas bedeuten. Den Beginn macht heute das Lied "Because of you" von Kelly Clarkson, das ich ins Deutsche übersetzt habe. Es richtet sich nicht an eine bestimmte Person in meinem Umfeld, sondern es gibt viele Personen, zu denen ich diese Dinge in letzter Zeit gerne gesagt hätte. In Klammern findet ihr meine Interpretation der jeweiligen Liedzeile, sofern sie sich nicht sofort eindeutig aus der Übersetzung herauslesen lässt. Ich werde nicht dieselben Fehler machen wie du. Ich werde mir nicht erlauben, meinem Herzen so viel Kummer zu bereiten. Ich werde nicht zusammenbrechen, so wie du. Du bist so hart gefallen. Ich musste auf harte Art und Weise lernen, es niemals so weit kommen zu lassen. Deinetwegen irre ich nie abseits vom Gehweg herum. (Ich bewege mich nie weg von dem Pfad, ...

Gedankensplitter

Mehr als 10 Sätze, die ich gerne höre Ich habe ja in meinem letzten Blog zehn Sprüche präsentiert, die aufmunternd gemeint waren, aber auf mich leider eine gegenteilige Wirkung hatten. Da man nicht immer nur über Negatives schreiben kann, stelle ich heute stattdessen mehr als 10 Sätze vor, die in den letzten Tagen und Wochen zu mir gesagt oder mir geschrieben wurden (WhatsApp, Twitter etc.) und über die ich mich ehrlich gefreut habe. Kalenderweisheiten sind nicht dabei, sondern vielmehr ehrliche Worte, die vom Herzen kommen. Ob kleine Aufmerksamkeit oder großes Lob - vielen Dank!! "Wirklich toll, dass Sie das recherchiert haben. Ich finde es auch sehr spannend." "Deine Präsentation war wirklich super interessant, ich habe gerne zugehört." "Das sind ja tolle Ideen, die Du da entwickelt hast. Klasse!" "Deine Schuhe sind echt cool!" "Ich habe Herrn XY Deine Arbeiten gezeigt. Er hätte gerne Deine E-Mail-Adresse, damit er Dich...

Gedankensplitter

10 “aufmunternde” Sprüche, die ich nicht mehr hören kann Wenn ich in den letzten Wochen und Monaten versuchte, jemandem von meinen Problemen zu berichten, wurde ich häufig mit "aufmunternden" Sprüchen "beglückt". Ob es ein flapsig (und sehr unsensibel) "hingeworfenes" Don't worry, be happy oder ein altkluges Zitieren von Kalenderweisheiten war, ich konnte es bald nicht mehr hören. Hier eine kleine Auswahl an Sprüchen, die man zu mir besser nicht sagen sollte. Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum – wenn das doch nur so einfach wäre!  Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen – das praktiziere ich schon mein gesamtes Leben lang. Darf ich nicht auch mal liegenbleiben? Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere – die ich nicht sehen kann!!! Don’t worry, be happy – sagt sich so leicht. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus – ich mag keine Limonade. Nach jeder dunklen Nacht folgt e...

Therapietagebuch

Therapietagebuch – Eine Klimax der Traurigkeit Auf die Frage "Wie geht es Dir?" mit einem ehrlichen "nicht gut" antworten. #wasfehlt Svenja (@SvennieC_ee24) auf Twitter.   Ich war mir eigentlich nicht sicher, ob ich auf diesem Kanal überhaupt über meine Therapie schreiben möchte. Ein anderer Blog hat mich ermutigt, es zu tun. Ich habe in den letzten Tagen und Wochen dort vieles gelesen, was mich an mich selbst erinnert. Und vielleicht hilft mir das Schreiben ja, all die Gedanken, die in der Therapie aufgewühlt werden, ein wenig zu ordnen. Es war für mich eine enorme Überwindung, eine Therapie zu beginnen. Doch in diesem Sommer, kurz bevor meine Schwester von ihrem Auslandsjahr zurückkam (als die Angst davor, wie sie auf die Trennung unserer Eltern reagieren würde, übermächtig wurde) habe ich mich selbst dafür entschieden. Auch nur, weil es in unserem Ort eine Therapeutin gibt, die ich kenne. An die mich mein Kinderarzt schon zu Grundschulzeiten verwiesen h...

Über das Leben und den Tod

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Über das Leben und den Tod     Dieser Blogpost war nicht geplant. Vielleicht ist es aber ganz gut, dass ich ihn schreibe. Vielleicht hilft das Schreiben diesmal, um schier Unaussprechliches in Worte zu fassen. Ich habe gestern Abend vollkommen zufällig erfahren, dass eine Grundschulfreundin von mir im Sommer an Krebs gestorben ist. Sie war 19. Viel zu jung, um zu gehen. Und ich, ich hatte keine Ahnung. Wusste nicht einmal, dass sie krank war. Wir hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr. Krebs ist schrecklich und kann jeden treffen, das weiß ich. Auch sehr junge Menschen. Das Buch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ("The fault in our stars") hat mich tief berührt. Aber wenn es dann jemandem passiert, den man mal kannte, ist es plötzlich wieder etwas ganz Anderes. Manche Dinge treffen einen wie ein Schlag ins Gesicht. Auf #Facebook gesehen, dass eine Grundschulfreundin an Krebs gestorben ist. Svenja (@SvennieC_ee24) auf Twitter. Meine Gefühlslage?...

Interview mit mir selbst

Eine Lebensbeichte – Interview mit mir selbst "Sie ist wieder da!" Tatsächlich. Da ist sie wieder. Soll heißen, ich. Und sie, also ich, bloggt wieder. Nach über einem halben Jahr gibt es wieder ein Lebenszeichen von "Planet Minerva". Ihr fragt euch sicher, was der Grund für meine lange Abwesenheit war. Und Ihr habt ein Recht darauf, ihn zu erfahren. Ich werde es erklären, das verspreche ich Euch. Aber das ist nicht einfach. Nicht einfach auszusprechen und fast genauso schwer aufzuschreiben. Mein letzter Beitrag stammt von März. Ich habe ihn geschrieben, kurz bevor mein Studium begann. Inzwischen bin ich schon im zweiten Semester. Und da ich in Sachen Journalismus und Schreiben mittlerweile so viel dazugelernt habe, dass ich schon fast ein alter Hase bin, habe ich kurzerhand beschlossen: Ich, soll heißen, die Journalismus-Studentin Svenja, interviewt jetzt mich, die Bloggerin Planet Minerva. Und ich werde einen guten Job machen, genau die richtigen Frag...