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Gedankensplitter

An guten Tagen… Gestern war ein guter Tag! (Ja, ich höre Euch erleichtert aufatmen. Endlich mal kein langatmiger Post mit allem, was nervt und stört, sondern ein paar positive Gedanken.) Und da ich Euch an meinen guten Tagen genauso teilhaben lassen will wie an den schlechten, kommt hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was meine Laune gestern aufgehellt hat. Egal in welcher (Gruppen-)Konstellation, ich habe mich nie außen vor gefühlt, sondern immer als Teil der Gruppe. Ich habe gestern mit sehr vielen verschiedenen Menschen gesprochen und alles gut gelaunt und freundlich über die Bühne gebracht. Es gab nicht einen Moment der Hilflosigkeit. Ich war im "geschäftlichen" Umgang souverän. Eine spannende (schriftliche) Unterhaltung mit jemandem, den ich lange nicht gesehen habe. Ich habe von mir aus einen Kontakt angeregt, der zuvor nur lose war. (Na gut, der Beschluss meiner Familie, mir zu Weihnachten eine Kamera zu schenken, damit ich nicht immer Geräte...

Gedankensplitter

Wenn Menschen nicht "miteinander können" Es gibt Menschen, die sind mir grundsätzlich nicht unsympathisch. Ich habe nichts gegen sie. Sie haben mir nichts getan und ich ihnen auch nicht. Und trotzdem – irgendwie "funkt" es nicht. Keine gemeinsame Basis. Vollkommen unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Völlig andere Interessen. Andere Wellenlänge, wie man so schön sagt. Früher habe ich mir über so etwas den Kopf zerbrochen. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Er/sie ist doch ein netter Mensch. Da muss doch ein vernünftiges Gespräch möglich sein. War es aber nicht. Zumindest nicht immer. Ich sage A und der Andere sagt B. Ich finde es okay, dass er bzw. sie B sagt und mein Gesprächspartner findet es okay, dass ich A sage. Nur kommen wir nicht auf den sprichwörtlichen grünen Zweig. Wir sind einfach verschieden und das ist gut so. Mittlerweile habe ich gelernt, dass es das Beste ist, Andere einfach leben zu lassen und selbst mein Ding zu machen. Es...

Es ist ein Fortschritt!

Es ist ein Fortschritt! Vor einigen Tagen habe ich auf Twitter und auch  hier angekündigt , dass ich bald einen Post zu meinem neuen "Projekt" verfassen werde. Und versprochen ist nun mal versprochen (und wird nicht gebrochen). Projekt ist ein ziemlich hochtrabendes Wort dafür, was ich an meinem Leben verändert habe. Viele von Euch Lesern werden wahrscheinlich ganz furchtbar lachen, wenn ich davon berichte. Denn für die meisten ist das, wozu ich mich täglich überwinde, überhaupt keine Herausforderung. Sondern das ganz normale, tägliche Leben. Was habe ich denn nun eigentlich verändert? Ich habe festgestellt, wir sehr ich mich von anderen Menschen fernhalte. Habe das immer wieder begründet, zu rechtfertigen versucht. Anhand von Aussagen der Menschen in meinem Umfeld "beschlossen", dass sie mich ohnehin nicht verstehen würden und dieser Rückzug in mein Schneckenhaus lediglich eine Schutzmaßnahme ist. Aber es ist auch wirklich einsam. Und deshalb hab...

Musikmomente

The Wrong Direction You build your heart of plastic Get cynical and sarcastic And end up in the corner on your own 'Cos I'd love to feel love but I can't stand the rejection I hide behind my jokes as a form of protection I thought I was close but under further inspection It seems I've been running in the wrong direction Das bin ich, schon mein ganzes Leben lang. Mein Herz aus Plastik – ich würde es eher als Muschelschale beschreiben, die mein Herz umschließt. Um es zu schützen. Und am Ende stehen nur sehr wenige Menschen an meiner Seite. Ich liebe und ich mag andere Menschen, doch ich habe immer wieder das Gefühl zurückgestoßen zu werden. Ich spiele anderen etwas vor, lache und wirke so viel glücklicher als ich bin. Man sieht mir nicht an, wie es in mir aussieht. Das will ich auch nicht, weil diese Maske, die ich aufsetze, nun mal eine Form von Schutz ist. Es widerstrebt mir, dass mein Leben eine Lüge ist, weil so wenig davon echt ist. Deshalb habe ...

Therapietagebuch

Ich drehe mich im Kreis Heute Morgen war ich wieder einmal bei meiner Therapeutin und wieder einmal halte ich es für sinnvoll, diese 50 Minuten auf diesem Kanal aufzuarbeiten. Ich war wie üblich direkt nach der Therapiestunde sehr aufgewühlt und die Gedanken schwirrten vollkommen ungeordnet durch meinen Kopf. Jetzt möchte ich versuchen, sie zu sortieren. Als ich heute Morgen bei meiner Therapeutin ankam, hatte ich keine Ahnung, worüber wir sprechen würden. Mein Studium nimmt mich momentan so sehr in Anspruch, dass ich mir keine Gedanken über ein Thema gemacht hatte. (Wer mich kennt, weiß, dass es bei mir seit jeher so war, dass meine ersten Gedanken den zu erledigenden Aufgaben galten und ich mir für mich selbst wenig bis keine Zeit nehme.) Die Stunde sollte zeigen, dass diesmal keine Vorbereitung nötig sein würde. Vielleicht war es sogar gut, dass ich so unvorbereitet war. Mir sind heute einige Dinge herausgerutscht, die ich nicht geplant hatte zu sagen. Die ich meiner The...

Gedankensplitter

Wie ich mir meine Zukunft vorstelle Ich denke oft darüber nach, was mich in schwierigen Zeiten aufrecht erhält. Es ist tatsächlich die Hoffnung von einer besseren Zukunft. Und da meine Therapeutin mir immer sagt, ich soll konkrete Ziele formulieren, schreibe ich hier einfach mal auf, was ich mir von den nächsten fünfzehn Jahren erhoffe. Ich weiß, dass es eher Vorstellungen sind als konkrete Pläne, die ich anpacken kann und dass ich all das nur begrenzt beeinflussen kann. Trotzdem: Ich versuche es jetzt einfach mal mit dem Aufschreiben. Vielleicht hilft es ja. Ich werde glücklich verheiratet sein. Mit dem Mann, den ich liebe und der mich liebt, wie ich bin. Ich werde ein oder zwei Kinder haben. Glückliche, wilde, laute Kinder. Die sich frei entfalten dürfen. Die meine Freude an der Musik und Sprache geerbt haben, aber sonst ganz anders sind als ich als Kind. Sie haben viele Freunde und erachten das als selbstverständlich. Sie toben herum und sind unbeschwert. Ich werde ber...

Innere Zerrissenheit

Zwei Seelen wohnen in meiner Brust Vor längerer Zeit schon habe ich beschlossen, mehr ich selbst zu sein. Mich nicht zu verstellen, zu meinen Schwächen zu stehen und stolz auf den Menschen zu sein, der ich bin. Es lässt sich jedoch absolut nicht umsetzen. Erstens ist es für mich schlichtweg unmöglich, stolz auf mich zu sein. Damit habe ich mich mittlerweile abgefunden. Aber es gibt noch ein zweitens. Und das ist die Frage, ob ich selbst überhaupt weiß, was es bedeutet, ich zu sein. Denn es gibt viele Tage, an denen ich das Gefühl habe, dass ich genau davon keine Ahnung habe. Dass ich noch nach meinem wahren Ich suche. Es gab eine Zeit, da dachte ich, es geschafft zu haben. Es gab eine Zeit, da fühlte ich mich angekommen. Ich war es aber nicht. In erster Linie ist es ein ganz bestimmter innerer Konflikt, der sich in mir abspielt. Der Konflikt zwischen dem Kind, das ich einmal war und der jungen Frau, die ich geworden bin. An manchen Tagen weiß ich gar nicht, was von b...