#mixtapemit16




#mixtapemit16

Gerade als "Neu-Bloggerin" ist man sehr dankbar über Inspiration von anderen Bloggern. Über den Blog von Tim (www.nurdertim.de/) bin ich auf ein Thema gestoßen, das im letzten Sommer viele Blogger dazu angeregt hat, ihre eigenen Gedanken dazu aufzuschreiben. Es handelt sich um das sogenannte #mixtapemit16. Dabei erinnerten sich die Blogger daran, welche Musik sie mit 16 Jahren gehört haben – teils stuften sie dies als "Jugendsünde" ein, aber einige stellten überrascht fest, dass sie sich mit dieser Musik bis heute identifizieren können.
In meinem Fall ist das #mixtapemit16 deshalb etwas Besonderes, weil es bei mir noch nicht lange her ist, dass ich 16 war, genauer gesagt, war ich es dieses Jahr noch drei Monate lang, somit ist besagtes Mixtape eigentlich ziemlich genau mein aktueller Musikgeschmack. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum ich es hier mit Euch teilen möchte. Nein, das Jahr, in dem ich 16 war, hat mich mehr geprägt als jedes Jahr zuvor. Es umfasst meine Haupt-Vorbereitungsphase des Abiturs (meine erste Prüfung habe ich vier Tage nach meinem 17. Geburtstag geschrieben) und schließt somit meinen letzten Sommer, meinen letzten Herbst, meinen letzten Winter als Schülerin mit ein. Ich habe vor allem diesen Sommer 2015 sehr bewusst als den letzten vor dem Abi erlebt. Es wurde ein wunderschöner, aber auch etwas melancholischer Sommer, da die Selbstzweifel, die Zukunftsängste, die vor allem im Herbst 2015 von mir Besitz ergriffen, bereits vereinzelt auftraten. Der Herbst wurde dann die härteste Zeit meines Lebens. Es ist mehr als einmal vorgekommen, dass ich abends, völlig ausgebrannt und in Tränen aufgelöst, auf der Couch lag und dachte "ich kann nicht mehr, ich schaffe das alles nicht."
Den Winter habe ich als kurzfristige Hochphase im Kopf, die mit meiner fachpraktischen Abiturprüfung in Musik ein gelungenes Ende fand, anschließend folgte eine weitere anstrengende Phase (und da ich nun mal "so bin", konnte ich nie aufhören, an mir zu zweifeln).
Insgesamt war meine Zeit als 16-Jährige teils schön, teils furchtbar: zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Euphorie und Ernüchterung, zwischen Selbstzweifeln und Selbstbewusstsein, Perfektionismus und Realismus, Freundschaft und Abneigung, Glück und Unglück, auf jeden Fall jedoch die Zeit, in der ich bislang am intensivsten "gelebt" habe.
Somit stelle ich Euch hier nun zweimal 60 Minuten lang vor, welche Musik mich im Alter von 16 Jahren beeinflusst, getröstet, glücklich gemacht oder zum Weinen gebracht hat.


Coldplay – Us against the world                                                                                      3:56
Sicherlich nicht das bekannteste Lied meiner Lieblingsband, aber dennoch war es Liebe auf den ersten Ton. Bereits bei den ruhigen Einleitungsklängen der Gitarre bekam ich Gänsehaut.
Und dann der Text, der mir so viel Kraft gegeben hat: "If we could float away, fly up to the surface and start again."


a-ha – Foot of the Mountain                                                                                          3:56
Auch hier: keiner der großen Klassiker. a-ha ist eine großartige Band und Hits wie "Take on me" und "Hunting High and Low" kennt fast jeder. Doch bei "Foot of the Mountain" hatte ich sofort einen wunderschönen Mitsommertag in Norwegen vor meinem inneren Auge. Zu Mittsommer 2016 bin ich dann zum ersten Mal nach Norwegen gereist – und dieses Lied hat mich begleitet. Entdeckt habe ich es allerdings schon Ende 2015, weshalb es in jedem Fall auf dieses Mixtape gehört.

Abba – Slipping Through My Fingers                                                                              3:49
Ja, so langsam reibt ihr euch vermutlich die Augen. Ich habe hier sehr bekannte Bands ausgewählt, präsentiere jedoch die unbekannteren Songs. Doch obwohl ich auch die "Klassiker" (bei Abba etwa "Dancing Queen" oder "Money, Money, Money") sehr mag, sind es zumeist die weniger bekannten Songs, die bei mir ganz tief reingehen, mich berühren, wie es nur Musik kann. Als ich das erste Mal "Slipping Through My Fingers" gehört habe, fiel mir sofort die Textzeile "Sometimes I wish that I could freeze the Picture" auf. Das war der Moment, in dem ich den Song in mein Herz schloss. Und das ist dann so geblieben. Ich habe mal eine Interpretation des Songs auf Englisch verfasst, die meiner Meinung nach zu meinen literarischen Glanzleistungen gehört (und das will was heißen, normalerweise bin ich mit mir selbst immer sehr kritisch).

Ed Sheeran & Snow Patrol – New York                                                                          3:52
Ed Sheeran gehört bei mir auf jedes Mixtape. Snow Patrol sowieso. Ich habe mir diese Entscheidung sehr schwergemacht. "
Photograph"? "Thinking out loud"? Auf der anderen Seite: "Run"? "Chasing Cars"?
Schließlich fiel mir dieser Song in die Hände. Der wunderbare Ed Sheeran und die wunderbare Band Snow Patrol singen über meine Lieblingsstadt New York. Besser geht’s eigentlich nicht.


James Blunt – Bonfire Heart                                                                                            3:56
James Blunt ist noch so ein Sänger, der in jedem Fall auf dieses Mixtape gehört. Auch bei ihm ist mir die Auswahl des Songs sehr schwer gefallen, da ich viele Songs sehr mag, wie zum Beispiel "Goodbye My Lover", "You’re beautiful" und "Postcards". Letztendlich hat dann der Song das Rennen gemacht, der die schönste Bedeutung hat. "Freudenfeuer im Herzen". Davon wünsche ich mir ganz viel.



James Bay – Hold Back The River                                                                                  4:07
Der nächste James, der nächste Künstler, der für dieses Mixtape von Anfang an "gesetzt" war. Auch von diesem James mag ich viele Songs, in diesem Fall hat dann doch der Klassiker das Rennen gemacht. "Hold Back The River" dürfte das erste Lied gewesen sein, das ich von ihm bewusst wahrgenommen habe, damals im Frühjahr/Frühsommer 2015.


Adele – When we were young                                                                                         3:47
Diese Künstlerin, dieses Lied stand für mich überhaupt nicht zur Diskussion. "When we were Young" aus dem Album 25 wurde im Herbst 2015 veröffentlicht. Und während das Radio "Hello" rauf und runter spielte, stellten sich mir bei "When we were young" die Nackenhaare auf. "
Oh let me photograph you in this light in case it is the last time". Bis heute sitze ich bei jedem Hören wie angewurzelt da und der Song berührt mich jedes Mal aufs Neue. Don’t stop singing, Adele.


Andreas Bourani – Hey                                                                                                    4:04
Wäre dies ein "Mixtape mit 15", stünde "Auf uns" auf dieser Liste. Auch mich hat im Sommer 2014 das Fußballfieber gepackt und außer der wunderbaren WM habe ich auch einen tollen Sänger entdeckt. Nach "Auf uns" hörte ich noch "Auf anderen Wegen" und "Alles beim Alten", bevor mich dieser Song packte. Im Winter 2015/16, der härtesten Zeit meines Lebens, hat mich "Hey" so unglaublich getröstet. "Hey, sei nicht so hart zu Dir selbst, es ist okay, wenn Du fällst, auch wenn alles zerbricht, geht es weiter für Dich. Hey, sei nicht so hart zu Dir selbst, Du brauchst nur weiter zu geh’n, komm nicht auf Scherben zum Stehen." Herr Bourani, woher kennen Sie mich nur so genau?


The Verve – Bittersweet Symphony                                                                                 4:38
Ein Zufallstreffer. Zu Pfingsten 2015 bei einem wunderschönen Italien-Urlaub dudelte dieses Lied leise aus der Musikanlage im Hotel. Ich hab mich sofort angesprochen gefühlt. Wieder zu Hause, habe ich es doch tatsächlich vergessen. Vergessen! Bis ich es im März 2016 bei den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder hörte und mich daran erinnerte. Ich habe das Internet auf den Kopf gestellt um rauszukriegen, wie das Lied heißt. Es hat funktioniert. Seitdem ist "Bittersweet Symphony" für mich ein Sommer-Sonne-Entspannung-Lied.

John Legend – All of me                                                                                                   4:37
Auch ein Sommersong 2015. Das erste Mal bewusst gehört habe ich ihn an der Nordsee im Radio.
Dieses Lied hat mich sofort angesprochen: "Love your curves and all your edges, all your perfect imperfections." Für jemanden wie mich, der immer nach Perfektion strebt, ein sehr weiser Ratschlag. Und die schönste musikalische Liebeserklärung, die ich je gehört habe.

Nikisha Reyes-Pile feat. Ben Cocks – So cold                                                                 3:42
Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das Lied zum ersten Mal gehört habe. Ich glaube, es ist mir einfach vor die Füße gepurzelt, und das, lange bevor ich 16 war. Trotzdem gehört "So cold" auf dieses Mixtape. Weil es einfach so wichtig ist.

Anna Naklab – Supergirl                                                                                                   3:33
Im Herbst 2015 gab es eine Phase, in der das Lied mir wirklich ständig über den Weg gelaufen ist. "
And then she’d say, it’s okay, you got lost on the way, but I’m a supergirl.
And supergirls don’t cry." Damit ist alles gesagt.

Bon Jovi – Hallelujah                                                                                                         5:35
Bon Jovi, auch so ein Künstler, der auf diesem Mixtape "gesetzt" war. Ich habe nur überlegt, welches Lied ich wählen soll. Dann habe ich mich für dieses wunderbare, sanfte Lied entschieden und das war gut so. Denn "Hallelujah" war der Song, mit dem Bon Jovi sich in mein Herz sang, lange bevor ich die anderen Lieder überhaupt hörte.

Bruno Mars – Just the way you are                                                                                   3:41
"You’re amazing just the way you are".
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das Lied zum ersten Mal gehört habe. Aber ich weiß ganz genau, dass mich dieses Lied immer wieder aufgerichtet hat, wenn ich am Boden war. Viel hat mich in dieser Zeit beschäftigt, Selbstzweifel, Konflikte, Sorgen – Bruno Mars hat mich irgendwie getröstet in schweren Zeiten.

Passenger – The Wrong Direction                                                                                     3:42
Ich habe oben schon mal geschrieben, wenn das hier ein Mixtape mit 15 wäre, hätte ich einen anderen Song gewählt. Das ist hier auch wieder so. In diesem Fall wäre es "Let her go". Doch im Februar 2016, wenige Tage vor meinem fachpraktischen Musik-Abitur, bin ich auf diesen Song gestoßen – und er spricht mir aus der Seele. "
Cause I love to feel love but I can’t stand the rejection, I hide behind my jokes as a form of protection. I thought I was close but under further inspection, it seems I’ve been running in the wrong direction."

Frank Sinatra – Come fly with me                                                                                      2:37
Frank Sinatra war ja eigentlich "vor meiner Zeit", wie man so schön sagt. Das ändert aber nichts daran, dass er ein großartiger Künstler war, der es verdient hat, dass seine Musik auf diesem Mixtape landet. Auch hier musste ich lange überlegen, welchen Song ich wähle. Schließlich hat dann "Come fly with me" das Rennen gemacht. Weil ich mit Sinatra jederzeit weggeflogen wäre. Und weil "weatherwise" ein wunderschönes Wort ist.

John Lennon – Imagine                                                                                                      3:02
Bei diesem Song musste ich überhaupt nicht überlegen. DER Friedenssong schlechthin, und in diesem turbulenten 2015/16 Balsam für die Seele. "Imagine all the people living life in peace". Vielleicht hätten ganz viele Menschen auf diesem Erdball mehr John Lennon hören sollen. Ich bin jedenfalls froh, dass ichs getan habe.

Imagine Dragons – Demons                                                                                              3:37
Ich hatte mit 16 viele Dämonen, die mich jagten, mir auf die Seele drückten und mich belasteten, teils sogar quälten. Die Imagine Dragons haben das eigentlich ganz gut zusammengefasst. "Don’t get too close, it’s dark inside, it’s where my demons hide" Bei mir war das auch so, dass ich meine inneren Dämonen nicht freilassen konnte. Ich habe sie versteckt und nur wenige Menschen wussten von ihrer Existenz. Dieses Lied trifft es auf den Punkt, und damit hat es seinen Platz auf dem Mixtape verdient.

Jessie J – Flashlight                                                                                                           3:42
Nach vielen gefühlvollen, schwermütigen Songs jetzt einer, der sich davon deutlich unterscheidet. Das erste Mal begegnet ist er mir in dem Film "Pitch Perfect 2" und hat mir schon da sehr gut gefallen. Jessie J existierte für mich bis dahin lediglich, ich wusste, wer sie war ohne sie und ihre Songs wirklich zu kennen. Respekt, Jessie. Mit einem Teeniefilm hast Du mich zu einem Fan von Dir gemacht.
Und Dich mit dem Satz "You are my flashlight getting me through the night" in mein Herz gesungen.

Kelly Clarkson – Because Of You                                                                                      3:41
Bevor ich das erste Mal "Because of You" hörte, kannte ich von Kelly Clarkson bereits das Lied "Heartbeat Song".
Ich war erstaunt, wie sehr sich die beiden Lieder unterscheiden. Denn nach dem fröhlichen, poppigen "Heartbeat Song" hat sie mich mit "Because of You" ganz tief ins Herz getroffen. "Because of you I find it hard to trust not only me but everyone around me, because of you I am afraid".
Es gab so viele Menschen, denen ich das gerne gesagt hätte in dieser Zeit. Aber ich habe geschwiegen.

Louis Armstrong – What A Wonderful World                                                                     2:17
Nach so vielen Sorgen und Zweifeln braucht dieses Mixtape jetzt einen Song, der mich daran erinnert, dass die Welt nicht nur schlecht ist. Und dieser Klassiker von Louis Armstrong trifft es auf den Punkt. Lasst uns gelegentlich das, was uns so selbstverständlich erscheint, mit anderen Augen sehen. Und uns denken "was für eine wunderbare Welt".

Queen & David Bowie – Under Pressure                                                                           3:57
Ich gebe es zu: So richtig in den Bann gezogen hat mich David Bowie erst nach seinem Tod. Doch dieses Lied fand ich schon vorher toll. Und da David gestorben ist, als ich 16 war, muss er auf diesem Mixtape auf jeden Fall musikalisch gewürdigt werden.

Rea Garvey – Can’t Say No                                                                                               3:29
Ein Lied, das es gerade so noch rechtzeitig auf dieses Mixtape geschafft hat. Drei Tage vor meinem 17. Geburtstag habe ich es mir runtergeladen. Rea Garvey war mir zwar schon vorher ein Begriff, doch um diesen Song zu entdecken, brauchte es eine Autofahrt abends um neun, total im Abistress, und das Radio. Ich bin froh darüber.

Robbie Williams –Angels                                                                                                   4:48
Ein absoluter Klassiker, und ein Lied, das sehr vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen viel bedeutet. Für mich eine wundervolle Hommage an viele, die zu früh gegangen sind.
Und auch wieder eine Textzeile, die tief in mein Herz schneidet: "And when I’m lying in my bed, thoughts running through my head and I feel that love is dead".
Ich habe alles, was Robbie singt, mit 16 oft getan und oft gefühlt.

Take That – The Flood                                                                                                       4:45
Noch mal Robbie Williams, aber diesmal noch mit ein paar anderen großartigen Musikern gemeinsam. Ein Song, bei dem ich jedes Mal Gänsehaut bekomme. Und im Regen tanzen möchte. Denn selbst das schlimmste Gewitter mit Hagel und Sturm kriegt mich nicht klein. Auch wenn es mir selbst manchmal ganz anders vorkommt, aber ich stehe immer wieder auf, egal wie hart ich auf den Boden der Tatsachen geknallt bin.

Sara Ramirez – The Story                                                                                                  3:27
Es sollte wohl zu mir kommen, dieses Lied. Eigentlich habe ich nie Grey’s Anatomy geschaut. Bis ich dann mal im Urlaub mehr zufällig was davon mitgekriegt habe, als meine Mama die Serie schaute. Auch hier: Lied gemerkt, gegoogelt, runtergeladen. Liebe auf den ersten Ton.

Evita – Don’t Cry For Me, Argentina                                                                                  5:12
Okay, jetzt kommen wir zum peinlichen Teil des Mixtapes. Musical. Nicht jedermanns Sache und auch nicht immer meine. Im Januar 2016 ist mein Papa mit mir in dieses Musical gegangen, um mir nach sehr… nennen wir es arbeitsamen Ferien eine Freude zu bereiten. Und irgendwie ging mir dieser Musicalsong nicht mehr aus dem Kopf.

West Side Story – Somewhere                                                                                         4:14
Das ist was anderes. Meine Bernstein-begeisterte Mutter hat mich hier mitgerissen. CD, DVDs, Musical – irgendwie war die Westside Story von Anfang mein Thema. Vor allem dieser Song. Es gibt einen Ort für uns, irgendwie, irgendwo, irgendwann. Ich glaube daran.

Elisabeth – Ich Gehör Nur Mir                                                                                          3:57
Das Musical kenne ich zugegebenermaßen nur vom Hörensagen. Doch der Song hat mich berührt. So oft in dieser anstrengenden Abiturszeit ging mir dieser Song durch den Kopf, sozusagen als Mantra. Als Erinnerung an mich selbst, dass ich mich nicht von anderen vereinnahmen lassen soll. Denn ich gehör nur mir.

Das Wunder von Bern – Ich will doch nur leben                                                              2:18
Herbst 2015, Hamburg. Wir haben viel diskutiert, in welches Musical wir gehen. Mein Vater und meine Schwester haben schließlich beschlossen, in "Das Wunder von Bern". Und dann sitzt man da in diesem Stage Theater an der Elbe und erwartet eine Fußballgeschichte. Aber was kommt? Eine berührende, bewegende und einfach nur hinreißende Familiengeschichte, die so viel tiefer geht als der Fußball-Part. Auch dieser Song hat sich in meinem Kopf festgesetzt in den Winter- und Frühjahrsmonaten 2016. Ich will doch nur leben, ist das denn zu viel verlangt?

Pablo de Sarasate – Habanera                                                                                       4:24
Noch eine komplett andere Musikrichtung, diesmal klassisch. Für mich gehört dieses Stück aber in jedem Fall auf das Mixtape, denn das war eines meiner Prüfungsstücke vom fachpraktischen Abitur. Wir haben miteinander gekämpft, die Habanera und ich. Von Anfang an habe ich das Stück geliebt, aber es dauerte trotzdem, bis wir Freunde wurden. Zwei Probevorspiele, die mich nicht vom Hocker gerissen haben. Ich habe gehadert mit mir selbst, geflucht über die Doppelgriffe, die trotz des vielen Übens immer noch unsauber waren. Doch dann kam die Prüfung, und was soll ich sagen: das, was nötig war, war zum richtigen Zeitpunkt da. Ich habe es geschafft, und in einer schwierigen Situation, in der ich unter Druck stand, mein Können abgerufen. Und heute sage ich, es ist schade, dass ich das Stück nicht noch mal spielen darf.

Dies hier ist mein Mixtape mit 16, bestehend aus dem, was mich mehr berühren kann als alles andere: Musik. Es ist auch eine Reise zu mir selbst. Beim Schreiben habe ich mein abgeschlossenes Lebensjahr im Rückblick betrachtet, teils froh, teils wehmütig. Vielleicht möchte ich im Nachhinein einige Dinge anders machen, aber die Entscheidungen, die ich getroffen habe, haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin, und darüber bin ich sehr froh. Es hat Spaß gemacht, dieses Mixtape hier zu teilen.
Und wer weiß, vielleicht ist ja auch jemand von euch Lesern dazu inspiriert worden, über sein eigenes #mixtapemit16 nachzudenken.

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